Haus Z

Lage und Umgebung

Am Fuße des Kregelbergs zeigt sich das bauliche Ensemble von Wirtschaftsgebäude und Wohnanbau vis-à-vis eines Neubaugebiets mitunter als Auftakt am östlichen Stadtzugang Crailsheims. Das Ensemble ist durch seine ausgeprägte Kubatur und leicht erhöhte Position ein deutlich wahrnehmbarer und somit trotz seiner räumlichen Distanz zur nächstgelegenen Bebauung dennoch prägender städtebaulicher Bestandteil.

Räumliche Organisation

Die neu geschaffene Wohnkubatur orientiert sich mit ihrer Firstlinie am bestehenden Wirtschaftsgebäude, auch an dessen Trauf- und Firsthöhe und schafft dadurch ein deutlich höheres Maß an Durchlässigkeit zum Kregelberg gegenüber der ehemalig quer verlaufenden Firstlinie, welche wie eine Barriere zum Hintergrund wirkt und das Gesamtvolumen deutlich größer erscheinen lässt.

Durch die Neuausrichtung der Firstlinie und der Gebäudefuge zeigt sich das neue Ensemble kleinteiliger, lässt den Hintergrund besser in Erscheinung treten und bietet somit eine Verzahnung mit seiner Umgebung.

Bauweise

Der Situierung in einem natürlichen Umfeld Beachtung schuldend, soll das Gebäude als Holzmassivbau umgesetzt werden. Ein Keller ist nicht vorgesehen und somit wird der Einsatz von Beton auf das absolute Minimum, also lediglich die Bodenplatte reduziert. Aufgrund der Holzmassivbauweise, ist zudem ein weitestgehender Verzicht auf Folien, Kleber und sonstige Dichtmittel möglich. Die diffusionsoffene Bauweise erfordert daher nicht die Notwendigkeit nach einer Lüftungsanlage, was dem Low-Tech-Gedanken mit geringerer Anlagentechnik und somit geringeren Energieaufwänden zugutekommt. Bei der Fassade versteht es sich daher von selbst, hier ebenfalls mit einer Holzfassade einen CO2-neutralen und nachwachsenden Baustoff zu verwenden, welcher gegenüber den meisten WDVS-Fassaden gänzlich unbedenklich und energieneutral recycelt werden kann.

Zielsetzung

Die Neuschaffung der bestehenden Wohnfläche auf einem heutigen Standard von Technik und Komfort soll anhand einer sowohl städtebaulich als auch bauökoligisch adäquaten Lösung im Kontext mit seiner besonderen Lage und dem Gedanken nach einem nachhaltigen Ansatz umgesetzt werden. Die bestehenden Strukturen weiterhin zu erhalten und zu nutzen, trotz der höheren Aufwände gegenüber eines Neubaus auf einer unbebauten Parzelle, ist gleichermaßen ein als sehr positiv zu bewertender Aspekt, da hierdurch keine zusätzliche Neu-Versiegelung von Flächen vorgenommen wird.